Wow..

30.12.2019 00:44

Gerade bei Facebook mit jemanden gechattet und da bin ich auf Prometheus gekommen und habe da die Geschichte verlinkt. Und dabei ist mir folgendes aufgefallen: in der Story, die ich hier, hier und hier schonmal im Blog hatte, bleibt ja am Ende die Hoffnung in der Büchse der Pandora.

Auf Wikipedia hat man das jetzt nochmal umgearbeitet.

Aus Zorn über das Täuschungsmanöver versagt der Göttervater den Menschen den Gebrauch des Feuers. Damit ist ihnen die Verwendung von Brennholz unmöglich gemacht und der Weg zu einem zivilisierten Leben versperrt, und sie können sich ihres Anteils am Rind nicht erfreuen.[7]

Nun greift Prometheus wiederum ein. Um den Menschen dennoch das Feuer zu verschaffen, stiehlt er im Himmel etwas Glut, verbirgt sie im hohlen, trockenen Stängel des Riesenfenchels und bringt sie zur Erde. Darauf leuchtet dort ein weithin sichtbares Feuer auf. Damit wird Zeus vor vollendete Tatsachen gestellt, das Geschehene lässt sich nicht mehr rückgängig machen. Beim Anblick der Flammen wird der Göttervater von heftigem Zorn erfasst.[8]

Der überlistete Himmelsherrscher beschließt, sich sowohl an der Menschheit als auch an dem trotzigen Titanen zu rächen. Von seinem eigenen Racheplan ergötzt bricht er in Gelächter aus. Zunächst befiehlt er dem technisch und künstlerisch hochbegabten Schmiedegott Hephaistos, aus Erde die Gestalt einer überaus schönen Jungfrau zu schaffen und ihr Leben zu verleihen. Anschließend wird das neue Geschöpf reich geschmückt, jede der olympischen Gottheiten stattet es mit einer besonderen Gabe oder Fertigkeit aus. Die Jungfrau erhält alles, was zu vollendeter Schönheit und Anmut gehört, aber auch Verschlagenheit und einen betrügerischen Charakter. Sie wird Pandora – „die über alle Gaben Verfügende“ – genannt. Im Auftrag des Zeus führt der Götterbote Hermes Pandora dem törichten Epimetheus zu, der sie aufnimmt, obwohl Prometheus ihn gewarnt hat, niemals ein Geschenk von Zeus anzunehmen. Die Unheilbringerin öffnet die sprichwörtliche „Büchse der Pandora“, ein verschlossenes Gefäß, das alle Übel, von denen die Menschen bisher verschont waren, sowie ἐλπίς elpís ‚die Erwartung‘ oder ‚die Voraussicht‘[9] enthält. Es handelt sich um einen Krug oder ein Fass mit Deckel. Sowie Pandora den Deckel hebt, schweben die Übel hinaus. Nur elpís bleibt im Gefäß zurück, das wieder verschlossen wird. Seither wird die Menschheit von unzähligen Plagen – insbesondere Krankheiten – heimgesucht. Zu den neuen Übeln zählt auch, dass die Männer viel Kummer von schlechten Frauen erleiden müssen, die mit ihrer Selbstsucht und Faulheit ihren Gatten zur Last fallen.[10]

Ist es in anderen Versionen die Hoffnung, die in der Büchse blieb, so ist es jetzt die "Erwartung" / die "Voraussicht" - hm - meinen die die Hellsichtigkeit? Ging mit der Kochkost die Hellsichtigkeit verloren und seitdem sind wir verdammt zu Versuch und Irrtum? Weil wir nicht mehr verbunden sind mit dem allumfänglichen JETZT und uns nicht mehr an die Zukunft "erinnern" können?

Seitdem irren wir rum, erfinden einen Scheiß nach dem anderen und jedesmal fällt uns das auf die Füße. Kann es sein, dass wir einfach im Naturzustand über Visionen, Schamanische Reisen, Tagträume, luzide Träume unser Handeln besser abschätzen konnten?

"Na, das machen wir mal lieber nicht!"

Und dann brach das mit der Kochkost weg und seitdem irren wir da rum und drehen uns im Kreis?

Es scheint da in alten Texten immer wieder diese Verbindung zwischen Rohkost und Hellsichtigkeit zu geben:

Aber Daniel setzte sich vor in seinem Herzen, daß er sich mit des Königs Speise und mit dem Wein, den er selbst trank, nicht verunreinigen wollte, und bat den obersten Kämmerer, daß er sich nicht müßte verunreinigen. (3. Mose 11.1) Und Gott gab Daniel, daß ihm der oberste Kämmerer günstig und gnädig ward. (1. Mose 39.21)

Derselbe sprach zu ihm: Ich fürchte mich vor meinem Herrn, dem König, der euch eure Speise und Trank bestimmt hat; wo er würde sehen, daß eure Angesichter jämmerlicher wären denn der andern Knaben eures Alters, so brächtet ihr mich bei dem König um mein Leben. Da sprach Daniel zu dem Aufseher, welchem der oberste Kämmerer Daniel, Hananja, Misael und Asarja befohlen hatte: Versuche es doch mit deinen Knechten zehn Tage und laß uns geben Gemüse zu essen und Wasser zu trinken. Und laß dann vor dir unsre Gestalt und der Knaben, so von des Königs Speise essen, besehen; und darnach du sehen wirst, darnach schaffe mit deinen Knechten.
   Und er gehorchte ihnen darin und versuchte es mit ihnen zehn Tage. Und nach den zehn Tagen waren sie schöner und besser bei Leibe denn alle Knaben, so von des Königs Speise aßen. Da tat der Aufseher ihre verordnete Speise und Trank weg und gab ihnen Gemüse. Aber diesen vier Knaben gab Gott Kunst und Verstand in allerlei Schrift und Weisheit; Daniel aber gab er Verstand in allen Gesichten und Träumen. (Hesekiel 28.3)
  Und da die Zeit um war, die der König bestimmt hatte, daß sie sollten hineingebracht werden, brachte sie der oberste Kämmerer hinein vor Nebukadnezar. Und der König redete mit ihnen, und ward unter allen niemand gefunden, der Daniel, Hananja, Misael und Asarja gleich wäre; und sie wurden des Königs Diener. Und der König fand sie in allen Sachen, die er sie fragte zehnmal klüger und verständiger denn alle Sternseher und Weisen in seinem ganzen Reich. Und Daniel erlebte das erste Jahr des König Kores.

In anderen Versionen ist von rohes Gemüse die Rede. Aber man sieht hier auch diesen Zusammenhang...

In Boschs Garten der Lüste gibt es im linken und mittleren Flügel keinen Kochtopf. Nur Früchte. Erdbeeren, Brombeeren, Äpfel, Himbeeren, Blaubeeren. Aber auch rohen Fisch.

Im rechten Flügel finden sich dann doch ein Kochtopf auf dem Kopf des komischen Vogels und eine Pfanne auf dem Kopf eines Mannes.

Der Kochtopf scheint den Geist zu vernebeln...

Wie auch immer man das interpretiert, verlockend sieht es nicht aus.

Und viel Feuer gibts da eben in der Hölle auch.

Man muss ja wirklich mal die Frage stellen, wie man agieren würde, wenn man die Konsequenzen der Handlungen zumindest erahnen würde. Und welches, ich sag es mal ganz platt, Teufelszeug, wir alles herstellen und produzieren würden, wenn die Menschen alle Rohkost essen würden.

Aber wahrscheinlich gehts bei der ganzen Sachen grundsätzlich mal um Bewusstsein... wobei ja niemand zur Rohkost kommt, der nicht auch irgendwo ein bestimmtes Bewusstsein hat.

Ich fand es nur interessant, wie doch auch in alten Mythen Zusammenhänge dieses Lebens verschlüsselt sind.

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