Yacon und Gartenarbeiten

06.11.2019 20:14

Wir hatten ja dieses Jahr eine gute Yaconernte und tatsächlich habe ich von dem Zeug auch schon richtig was weggefuttert. Das ist eine wirklich leckere Knolle. Süß, saftig, macht gut satt und vor allem: gute Laune!

Soll ja auch super gesund sein. Aber auch Blähungen wegen des Inulis verursachen. Na ja, schauen wir mal, hat zumindest bei mir schon ordentlich geblubbert im Dickdarm. Interessanterweise sagt der Instinkt dennoch wieder Ja! Also wirds schon passen.

Das Besondere an der Yacon Knolle

Neben der Bereitstellung von wichtigen Mikronähr- und Vitalstoffen wie Mineralstoffe sowie Vitamine liegt das Hauptaugenmerk eindeutig auf dem Anteil an Fructooligosacchariden und Inulin.

Fructooligosaccharide

Fructooligosaccharide haben einen süßen Geschmack und ca. 30-50 % der Süßkraft von handelsüblichem Haushaltszucker. Sie gehören zu den Mehrfachzuckern und können von den Verdauungsenzymen im oberen Magen-Darm-Trakt nicht abgebaut werden. Daher gelangen die Fructooligosaccharide nahezu vollständig in den Dickdarm. Hier bewirken sie einen Anstieg sowie eine Aktivierung guter Bakterien, so dass sie sich sowohl positiv auf die Darmflora und -aktivität auswirken als auch das Immunsystem aktivieren.

Inulin

Inulin gehört zu den löslichen Ballaststoffen und wirkt als solcher präbiotisch. Das bedeutet, dass Inulin, ebenso wie die Fructooligosaccharide, nicht verdaut bzw. von den Verdauungssäften aufgeschlossen wird und so im Darm die Anzahl der erwünschten Bakterien erhöht.

Inulin ist besonders für Diabetiker interessant, da es nicht zur Erhöhung des Blutzuckerspiegels beiträgt. Es können also wichtige Kohlenhydrate zugeführt werden, wobei die Blutglukose-Konzentration sehr niedrig bleibt.

www.yacon-info.de/

Enthält auch viele Mineralien.

Im Dickdarm werden FOS dann vollständig von der Darmflora fermentiert – besonders von Bifidus- und Lactobacillus-Stämmen, also jenen probiotischen Bakterien, die für den Menschen so wichtig und gesundheitsfördernd sind. Infolgedessen sind FOS eine gute Möglichkeit zur Sanierung einer kranken Darmflora.

www.zentrum-der-gesundheit.de/yacon.html

Irgendwie scheine ich da echt einen Bedarf zu haben, weil sie gehen gut und auch in größeren Mengen.

FOS dienen somit der nützlichen Darmflora als Nahrung. Man nennt sie deshalb Präbiotika. Wenn die Bakterien die FOS verstoffwechseln, entstehen kurzkettige Fettsäuren. Das Ergebnis ist nicht nur eine gesunde Darmflora, sondern auch eine gesunde Darmschleimhaut, denn die entstandenen kurzkettigen Fettsäuren können von den Darmschleimhautzellen zur Energiegewinnung genutzt werden, was wiederum zu einer schnelleren Regeneration und besseren Abwehrkraft der Darmschleimhaut führt.

Je ausgeglichener die Darmflora jedoch ist und je gesünder die Darmschleimhaut ist, umso stärker ist das Immunsystem und umso fitter und vitaler ist der Mensch. Wir haben hier erklärt, bei welchen Beschwerden der Aufbau einer gesunden Darmflora helfen kann und hier, wie wichtig es ist eine gesunde Darmschleimhaut zu pflegen: Das Leaky Gut Syndrom Denn oft kommt es insbesondere bei einer kranken Darmschleimhaut zu Allergien, Autoimmunerkrankungen und vielen anderen chronischen Beschwerden.

Also irgendwie macht Yacon wirklich gute Laune. Das habe ich schon festgestellt.

Die positive Wirkung der Fructooligosaccharide auf die Darmflora zeigt sich meist sehr schnell schon darin, dass chronische Verdauungsbeschwerden behoben werden können. Denn FOS helfen sehr gut bei der Regulierung der Verdauung und werden daher insbesondere bei chronischen Verstopfungen eingesetzt. Zusammengefasst sehen die Wirkungen der FOS auf den Darm so aus:

  • Förderung der Peristaltik
  • Reduzierung der Darmpassagezeit
  • Erhöhter Wassergehalt des Stuhls und daher besonders bei chronischer Verstopfung hilfreich
Kann ich alles bestätigen. Die Peristaltik kommt SEHR in die Gänge. Und es ist dann auch gut, wenn man mal seine eigenen vier Wände hat. Aber es ist anders als bei einem Übermaß an Früchten. Da kann man ja auch depressiv werden, weil die Fructose die Aufnahme des Proteins Tryptophan hemmt:
 
Bei Vorliegen einer Fruktose-Malabsorption kann es jedoch auch zu echten Depressionen kommen, die mehr oder weniger heftig ausgeprägt sein können. Hier gibt es jedoch eine gänzlich andere Kausalität: Die Ursache ist nicht die psychische Belastung durch die Angst vor »Unfällen«, sondern es gibt einen seit kurzen bekannten – und wissenschaftlich nachgewiesenen – Zusammenhang mit der nicht richtig verdauten Fruktose. Gelangt Fruktose durch einen GLUT 5-Mangel in den Dickdarm, verbindet sie sich mit Tryptophan, einer essentiellen Aminosäure, die mit der Nahrung aufgenommen werden muss. Tryptophan ist bei der Synthese von Serotonin erforderlich – und Serotonin ist nicht nur ein Gewebshormon, sondern das »Glückshormon«. Ist also durch zu viel Fruktose im Dickdarm das mit der Nahrung aufgenommene Tryptophan in einem Fruktose-Tryptophan-Komplex fest gebunden, steht es für die Serotonin-Synthese nicht mehr zur Verfügung, was einen Serotonin-Mangel zur Folge hat.
Bisher habe ich da beim Yacon noch nichts bemerkt. Schauen wir mal. Yacon enthält ja auch Fructose. Ich beobachte das einfach mal und dann sehen wir, ob es irgendwann mal eine Sperre / Abneigung gibt.
 
Auch interessant:
 

Die präbiotische Wirkung der FOS sorgt nicht nur für ein gesünderes Darmmilieu, sondern hat noch weiterreichende Einflüsse, z. B. auf den Calciumhaushalt und damit auf die Knochengesundheit.

Denn FOS können die Calciumresorption (Aufnahme des Calciums aus dem Darm) steigern. Wiederum sind es die kurzkettigen Fettsäuren, die zu dieser vorteilhaften Wirkung führen. Wenn nämlich die Darmschleimautzellen die von der Darmflora gebildeten Fettsäuren aufnehmen, nehmen sie gleichzeitig Calcium-Ionen auf.

Man kann also schon allein mit einer gesunden Darmflora und dem verstärkten Verzehr präbiotischer Lebensmittel, wie z. B. Topinambur, Schwarzwurzeln, Chicorée, Inulin oder eben Yacon seine Calciumversorgung optimieren – ohne gleichzeitig mehr Calcium aufnehmen zu müssen.

Das sind im Grunde auch alles Sachen, die ich sehr gerne mal esse im Herbst: Yacon, Schwarzwurzeln, Tobinambur. Die haben jetzt Saison und schmecken dann auch entsprechend gut.

Yacon ist nicht gut lagerfähig

Ernten Sie jedoch immer nur so viele Yaconknollen, wie Sie auch frisch verspeisen möchten – zumindest dann, wenn Sie in den Genuss der gesundheitlichen FOS-Vorteile gelangen möchten.

Lagert man Yaconknollen, dann werden die FOS sehr schnell nach der Ernte von einem Enzym (Fruktanhydrolase) in Mono- und Disaccharide umgewandelt (in Fructose, Glucose und Saccharose).

Schon nach einer Lagerzeit von einer Woche bei Raumtemperatur werden auf diese Weise bis zu 40 Prozent der FOS in Zucker verwandelt. Gleichzeitig verliert die Knolle in dieser Zeit auch bis zu 40 Prozent an Wasser. Zwar schmeckt Yacon nun aufgrund des höheren Zuckergehaltes süsser, doch ist jetzt auch der glykämische Index höher und die positiven Eigenschaften der FOS fehlen. Yaconknollen sind daher ideal zum Frischverzehr, aber nicht für die Lagerung geeignet.

Na gut, also ich habe jetzt alle ausgebuddelt und eingelagert. Wird schon passen. Muss ich sie halt schnell auffuttern. Früchte gibts eh keine mehr. Ein paar Äpfel habe ich noch, dazu noch ein paar Weintrauben und Tomaten, das wars. Jetzt muss ich eben erstmal die Knollen wegessen.

Ansonsten haben wir heute die erfrorenen Tomaten rausgemacht, das Gewächshaus beräumt und das Tomatenzelt für den Winter hergerichtet.

Das Wetter ist ja fantastisch. Meine ich ernst. Schön kühl, wechselhaft mit guten Niederschlägen bisher. Es braucht ja jeden Tropfen.

Dann noch die letzten Möhren und die Schwarzwurzeln rausmachen, da muss ich aber schauen, wann es nochmal Frost geben soll, ansonsten lass ich die drin. Da sind sie besser gelagert als im Keller. Und dann neigt sich das Gartenjahr langsam aber sicher seinem Ende entgegen und die Zeit der Ruhe steht vor der Tür.

Noch etwas für den Solarplexus: www.youtube.com/watch?v=4DTI6zWYsC0

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